Rückblick: Webinar „Die digitale Bildungskarte – BuT in Kommunen digitalisieren“

Am 25. September 2025 lud die Syrcon GmbH zum Webinar „Die digitale Bildungskarte – BuT in Kommunen digitalisieren“ ein. Moderiert von Dr. Jan-Erik Becker berichteten Anwender:innen aus der Praxis – darunter Birgit Duden (Stadt Oldenburg) und Dennis Liebischer (Stadt Bielefeld) – gemeinsam mit Projektleiter Marc Panzer über Erfahrungen, Chancen und Herausforderungen bei der Umsetzung digitaler Bildungs- und Teilhabeleistungen (BuT).

Hintergrund und Status quo

Das Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) soll Kindern und Jugendlichen aus einkommensschwachen Familien bessere Teilhabechancen eröffnen. Noch immer profitieren jedoch viele Anspruchsberechtigte nicht von den Leistungen. Ursachen liegen sowohl in komplexen Antragswegen als auch in subjektiven und gesellschaftlichen Barrieren. Nur rund 12 % der Kommunen in Deutschland setzen bislang auf digitale Bildungskarte ein.

Vorteile der digitalen Bildungskarte

Die digitale Bildungskarte wurde als Schlüssel vorgestellt, um Leistungen niedrigschwelliger und entstigmatisiert zugänglich zu machen. Sie ermöglicht:

  • direkte und transparente Abrechnung,
  • Entlastung der Verwaltung,
  • Echtzeit-Datentransfers,
  • Schnittstellen zu Fachverfahren, Caterern, ÖPNV oder Lernförderern.

Beispiele wie die OLCard (Oldenburg) und die BIEcard (Bielefeld) verdeutlichen die erfolgreiche Umsetzung und Akzeptanz bei Leistungsempfänger:innen und Anbietern.

Ausblick: BuT-App als Serviceplattform

Als nächster Entwicklungsschritt wurde die geplante BuT-App vorgestellt. Sie soll Familien einen besseren Überblick über Guthaben und Leistungen bieten, Anträge vereinfachen und Transparenz schaffen. Für Kommunen eröffnet sie zusätzliches Monitoring und gezielte Steuerungsmöglichkeiten.

Fazit

Das Webinar machte deutlich:

  • Die Digitalisierung von BuT-Leistungen vereinfacht die Abwicklung erheblich.
  • Kommunen profitieren von Effizienzgewinnen, Leistungsempfänger:innen von mehr Transparenz und Zugänglichkeit.
  • Die Herausforderungen bei der Einführung sind überschaubar und durch Schnittstellenlösungen gut zu meistern.

Experten im Webinar für die digitale Bildungskarte

Mit mittlerweile über 242.000 aktiven Bildungskarten, 6,4 Millionen Transaktionen und einem ausgezahlten Volumen von über 258 Millionen Euro ist das Modell längst praxiserprobt.

Mehr Informationen zur Bildungskarte finden Sie hier.